Prof. Henriette Meyer-Ravenstein
Vita
Mezzosopranistin, Pianistin, Gesangspädagogin; Professorin a. D. HfMDK Frankfurt; Gründerin „KonzertAkt“; internationale Konzert- und Lehrtätigkeit
Die deutsche Mezzosopranistin Henriette Meyer-Ravenstein absolvierte ihr Studium in Hannover mit Diplomabschlüssen in Klavier, Gesang und Gesangspädagogik.
Ihre sängerische Karriere war von Anfang an eine Mischung aus freien Opernproduktionen (Dorabella, Cherubino, Nerone), Oratorien/Orchesterkonzerten und Liederabenden.
Ihre künstlerische Heimat war dabei schon als Pianistin, dann auch als Sängerin die
Kammermusik. Liebe zum Lied und Freude an Spiel und lebendiger Kommunikation führten 1996 zur Gründung ihres Ensembles KonzertAkt.
In Zusammenarbeit mit der schwedischen Pianistin Elisabeth Boström (Vokal Director Oper Malmö) entwickelte sie hier unter Einbeziehung von Schauspielern, Regisseuren und Choreographen so etwas wie ein neues Genre: Kammermusiktheater aus Liedern, Klaviermusik, Sprache und Aktion.
Daneben galt ihr Interesse gleichzeitig zeitgenössischer wie „Alter“ Musik. So war sie beim Holland-Festival ebenso Gast wie beim Münchner A-De-Vantgarde-Festival und der dortigen Biennale und wirkte bei zahlreichen Uraufführungen mit.
Von 2005 bis 2023 hatte sie eine Professur an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt inne, in deren Rahmen sie die langjährigen Erfahrungen mit inszenierten Liederabenden wieder aufgriff und mit ihrer Gesangsklasse fast jährlich große szenische Projekte auf die Bühne brachte, zuletzt Ravels „L´Enfant et les Sortilèges“, das „Weiße Rössl“ von Benatzky und Lloyd Webber´s „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“.
Unter ihren ehemaligen Studierenden sind sowohl junge Sängerinnen und Sänger, die anschließend an ein Opernhaus gingen (Johannes Mayer, Staatstheater Mainz/SWR Chor; Ruoqi Sun, Staatsoper Stuttgart) wie auch KonzertsolistInnen (Verena Gropper und Lukas Siebert), Ensemblesängerinnen (Lisa Rothländer, Chor des MDR; Julia Hagenmüller, Rheinstimmen-Ensemble; Lioba Brändle, Et Hepera), GesangspädagogInnen und MusiklehrerInnen. Durch diese vielschichtige Arbeit hat sie besonders viel Erfahrung im nachhaltigen, gesunden, auf das Individuum bezogenen Aufbau von Stimmen.
Sie war zu Gesangskursen in Österreich und China eingeladen, war Voice Coach an der Värmlandsopera in Schweden, bildet regelmäßig GesangslehrerInnen in Norditalien weiter, gibt Privatunterricht, Stimmbildung beim hessischen Landesjugendchor und hat weiter einen Lehrauftrag an der Frankfurter Musikhochschule.

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03. Oktober 2026 | 12:00 Uhr