Prof. Mathias Johansen
Vita
Cellist und Hochschulpädagoge; Professor für Violoncello an der Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik; internationale Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker; künstlerischer Leiter der Feldkircher Masterclasses; ECHO-Klassik-Preisträger mit dem Berolina Ensemble
Mathias Johansen ist seit 2016 Professor für Violoncello an der Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik in Feldkirch. Der norwegisch-deutsche Cellist ist als Solist und Kammermusiker international tätig. Solistische Auftritte führten ihn unter anderem in die Berliner Philharmonie und die Laeiszhalle Hamburg. Er arbeitete mit Orchestern wie dem Litauischen Staatlichen Sinfonieorchester unter Gintaras Rinkevičius und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Ariane Matiakh zusammen. 2021 trat er bei den Bregenzer Festspielen als Solist mit dem Sinfonieorchester Vorarlberg auf; 2023 debütierte er bei der Schubertiade Hohenems.
Einen besonderen Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit bildet die Kammermusik. Johansen war bei zahlreichen Festivals und Konzertreihen zu Gast, darunter PODIUM Festival Esslingen, PODIUM Festival Island, Musikfest Goslar, Zeeland Klassiek in den Niederlanden, Sounding Jerusalem, das Kammermusikfestival León in Spanien, das Zeitkunstfestival sowie das Komponistenforum in St. Petersburg. Regelmäßig ist er außerdem bei der Vorarlberger Kammermusikreihe Musik in der Pforte zu hören.
Zu seinen Kammermusikpartnerinnen und -partnern zählen unter anderem Christine Busch, Mayumi Kanagawa, Katya Apekisheva, Dominik Wagner, Lisa Jacobs, Nora Romanoff-Schwarzberg, Tobias Feldmann, Jonian-Ilias Kadesha, Byol Kang, Thomas Reif, Johannes Meissl, Klaus Christa, Conradin Brotbek, Gerhard Vielhaber und Andreas Hering. Konzertreisen führten ihn unter anderem nach Japan, Norwegen, Spanien, Belgien und in zahlreiche weitere europäische Länder.
Seit 2021 ist Johansen Mitglied des LightsOut Ensemble. Das Ensemble führt Olivier Messiaens „Quatuor pour la fin du temps“ vollständig auswendig und in absoluter Dunkelheit auf und schafft damit eine außergewöhnliche, ausschließlich auf das Hören konzentrierte Konzertsituation.
Neben seiner Konzerttätigkeit nimmt die pädagogische Arbeit einen zentralen Stellenwert ein. 2017 gründete Johansen gemeinsam mit Klaus Christa und Rudolf Rampf die heutigen Feldkircher Masterclasses, deren künstlerischer Leiter er ist. 2026 fand der internationale Meisterkurs zum zehnten Mal statt. Neben Instrumentalunterricht und intensiver Kammermusikarbeit gehören Workshops zu Auftrittspsychologie, mentalem Training sowie körperlicher Gesundheit von Musikerinnen und Musikern zum Konzept des Kurses.
Johansen gibt regelmäßig Meisterkurse im In- und Ausland und unterrichtete unter anderem in Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Polen, der Türkei, im Iran und in Japan. Im Wintersemester 2017/18 hatte er zudem einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
Seine Studierenden wurden vielfach bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und waren als Solistinnen und Solisten mit Orchestern zu erleben. Auch bei Orchesterprobespielen konnten Studierende seiner Klasse wiederholt Erfolge erzielen.
Johansen selbst sammelte über mehrere Jahre umfangreiche Orchestererfahrung in führenden Klangkörpern und arbeitete dabei unter Dirigenten wie Mariss Jansons und Daniel Barenboim sowie mit dem SWR Radio-Sinfonieorchester.
Aufgewachsen in Norwegen, kam Mathias Johansen im Alter von acht Jahren nach Deutschland. Nach seiner Ausbildung bei Ekkehard Hessenbruch begann er 2005 sein Studium bei Wen-Sinn Yang und setzte es ab 2008 bei Troels Svane fort. Sein Masterstudium absolvierte er bei Frans Helmerson an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. 2016 schloss er das Konzertexamen bei Conradin Brotbek an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart mit Auszeichnung ab.
Wichtige künstlerische Impulse erhielt Johansen unter anderem bei Steven Isserlis’ Open Chamber Music in Prussia Cove sowie in Meisterkursen bei David Geringas, Wolfgang Boettcher, Jens Peter Maintz, Daniel Müller-Schott, Gustav Rivinius, Wolfgang Emanuel Schmidt und Natalia Gutman. Prägend für seine Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis waren zudem Hans-Jürgen Schnoor und seine langjährige Kammermusikpartnerin Christine Busch.
Seine Diskografie umfasst zahlreiche Kammermusikproduktionen. Als Mitglied des Berolina Ensembles wurde Johansen 2016 für die Einspielung von Werken Hugo Kauns mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet. Weitere Veröffentlichungen umfassen „Pohádka“ mit Andreas Hering, „Cello Meets Harp“ mit Silke Aichhorn sowie die Ersteinspielung der Cellosonate und weiterer Kammermusikwerke von Maria Bach für das Label cpo. Weitere Aufnahmen widmen sich Werken von Komponistinnen wie Louise Farrenc, Mel Bonis und Elena Firsova.
Seit 2024 ist Mathias Johansen Larsen Strings Artist.

Aktuelle Seminare
26. Februar 2027 | 17:00 Uhr